Portrait Wayne McGregor

 
Vergangenen Dienstagabend waren wir in der Oper und sahen eine fantastische Vorstellung des Staatsballetts. Zu sehen waren drei Stücke des zeitgenössischen, weltweit sehr gefragten britischen Choreographen Wayne McGregor: KAIROS mit Musik von Max Richter, SUNYATA (Musik: Kaija Saariaho) und BORDERLANDS (Auftragskomposition von Joel Cadburry und Paul Stoney). 
 
Was unterscheidet Wayne McGregors Ballettsprache von anderen? Die Tänzer zeigen auf der Bühne eine extreme Beweglichkeit und unorthodoxe Bewegungen, die trotz ihrer oft extrem schnellen Ausführung dennoch sehr präzise sind. McGregor zeigt athletisch wirkendes, überraschendes Tanzen. Man merkt deutlich, dass er sich Themen aus Robotik (abgehakt wirkende Bewegungen) und der Humanwissenschaft verpflichtet fühlt. Der Tänzer muss sich mit seinem Innenleben genau auskennen, um einen eigenen Tanzstil und Ausdruck entwickeln und umsetzen zu können. 
 
Für uns war dieser Abend sehr spannend und bot außergewöhnliche Bilder. So eine Art von Tanz hatten wir bis dahin noch nie gesehen. Sehr beschwingt fuhren wir nach 2 1/2 Stunden wieder nach Hause. Dieser Choreograph und seine brillante Arbeit mit den Tänzern des Staatsballetts wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.