„Landschaftsmalerei“ von Max Biller

Wir, die Klasse 9d, haben am 27.6.18 einen kleinen Ausflug in die Ausstellung im Autohaus „Hans Steingraber“ gemacht, wo uns der Berufskünstler Max Biller empfangen hat. Schon beim Hereinkommen sind einem die Bilder direkt aufgefallen, welche uns bei der „Fragerunde“ dann umgeben haben. Wie die Klasse herausfinden konnte, sind fast alle Bilder, die Herr Biller bisher gemalt hat, mit Ölfarben gemalt. Sehr wenige seiner Gemälde wurden mit Acryl-Farbe gezeichnet, was der Künstler damit begründet, dass Acryl-Farben an der frischen Luft zu schnell trocknen, und damit haben wir auch eine weitere Frage beantworten können, nämlich welches Genre er hauptsächlich auf seiner Leinwand verewigt. Landschaften, Natur, aber auch Häuser werden hauptsächlich vor Ort von ihm festgehalten. Andere Themengebiete liegen ihm nicht so, wie er selbst sagt. „Beim Spazieren mit meinem Hund entdecke ich oft Motive, welche mir sehr gefallen“ war eine seiner Aussagen. Aber auch zahlreiche Fragen hat uns der Maler beantwortet. Beispielsweise, wie lange Ölfarben zum Trocknen brauchen, wie lange er für eines der Bilder braucht, ob er neben der Malerei auch einen anderen Beruf hat, wie viel seine Bilder ungefähr kosten und vieles mehr. Er hat eine Kunstakademie in München besucht, obwohl er ursprünglich Musiker werden wollte, doch jetzt malt er schon seit ungefähr 40 Jahren und hat große Freude daran. Doch den Beruf „Künstler“ würde er selbst nicht unbedingt weiterempfehlen, da die finanzielle Sicherheit fehlt. Verkauft man also keine Bilder, hat man auch kein Geld. Auf die Frage, ob er lieber nachts oder tags malt, entgegnete er: „Das ist eigentlich beides gleichgestellt. Es gibt da keine eindeutige Tendenz. Nachts sieht man halt nicht so gut, weshalb ich immer eine Stirnlampe trage. Der Vorteil an Nachtgemälden ist, dass es kein natürliches Sonnenlicht gibt, welches sich immer verändert, so muss ich mich auch nicht ganz so sehr beeilen.“ Wie er der Nacht auch nicht den Tag vorzieht, zieht Herr Biller auch keine Farbe der anderen vor. Herr Biller berichtet, dass er schon oft beim Malen in der Öffentlichkeit angesprochen wurde, wobei der Künstler einwerfen musste, dass es ihn extrem stört, beim Malen zu sprechen. Auch vom Musikhören rät er eher ab, da es die Konzentration eher stört als fördert. Seine Bilder sind alle spontan und nach Skizze gemalt. Unzufrieden war er bisher nie mit seinen Bildern, denn wenn ihm etwas nicht gefällt, dann versucht er es während des Malens auszubessern, fügt Kleinigkeiten hinzu oder lässt sie weg, dadurch bekommt das Bild eine persönliche Note. Die Bilder selbst sind mit deutlich sichtbaren Pinselstrichen gemalt, was sich damit begründen lässt, dass man in der Natur schnell arbeiten muss, denn die Farbe trocknet, der Lichteinfall verändert sich und es bleibt auch nicht alles für immer an seinem Platz.

Angelina Gräber, 9d