Hörgenuss pur am Gasteig

 
Am vergangenen Freitag besuchten wir ein klassisches Konzert. Auf dem Programm stand zunächst das Cellokonzert von Antonin Dvorak, worüber Johannes Brahms sagte: "Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!" Wir genossen dieses wohl persönlichste Werk Dvoraks sehr, entführte uns der warme Celloklang doch in einer andere Welt. Nach der Pause stand dann die 5. Symphonie von Dimitrij Schostakowitsch auf dem Programm. Nach der Uraufführung am 21.11.1937 in Leningrad gab es enthusiastischen Beifall. Auch wir ließen uns von der Musik und den unter dem Dirigenten Krzysztof Urbanski fantastisch aufspielenden Münchner Philharmonikern mitreißen. Diese Symphonie, die wir heute als Kritik an Staatsdiktatur und Stalinkult verstehen, bildete den krönenden Abschluss unserer Reise durch die Münchner Musik- und Theaterwelt.